Rückzugsgebiete. Erkundungen im postsowjetischen Raum
Idee&Konzeption: BuchHaus Loschwitz20 Jahre nach der Implosion des sowjetischen Imperiums.
20 Jahre ohne sowjet-ideologische Bevormundung.
20 Jahre Neuorientierung unter freiheitlichen Vorzeichen. -
Inzwischen gibt es eine neue Generation, die die Sowjetunion und ihre diktatorischen Verhältnisse nicht mehr kennt und nicht die aus ihnen resultierenden Ängste. Aber was ist noch auffindbar von dieser ein halbes Jahrhundert währenden tiefen Prägung des gesamten Ostblocks? Geplant ist eine Veranstaltungsreihe mit Autoren und anschliessendem Podiumsgespräch. Ziel ist es, den Autoren Fragen in einem dialogischen Gespräch zu stellen. Einige Autoren, die unter dem Kommunismus schon gearbeitet haben, andere, die mit der Wende zu schreiben begonnen haben und jene, die nach dem Ende des Sowjeteinflusses aufgewachsen sind und heute die jüngste Generation stellen - vermessen den postsowjetischen Raum mittels Literatur. Sie ziehen eine literarische, essayistische und philosophische Zwischenbilanz. Eine künstlerische Forschungsarbeit in einem radioaktiven Raum, die die mentale Anwesenheit des real Abwesenden offen legt.
Unterstützt von der Kulturstiftung des Freistaat Sachsen.
Erzählungen am Abend
Idee und Konzeption: Evelyn Kitzing & Susanne DagenWenn der Tag zur Neige geht und die Dämmerung anhebt,
wenn die Lichter der Nacht ihren Tanz beginnen
und die Stille das Flüstern gebiert,
dann ist die Zeit gekommen,
da der Mensch seine Augen schließt und der Blick sich öffnet
für die Schönheit im Verborgenen
Erzählungen am Abend – eine neue Reihe im KulturHaus Loschwitz, die der alten Kunst des Erzählens gewidmet ist. Evelyn Kitzing (u.a. an der Yenidze Dresden) lädt ein und schöpft dabei aus ihrem inzwischen sehr umfangreichen Repertoire, dass das breite Spektrum der Märchen ebenso wie die Sage, die Novelle oder Gereimtes zu den Ungereimtheiten des Lebens umfasst, eine unterhaltsame Reise durch Zeiten und Kulturen, facettenreich in den Formen der Darbietung, im Tonfall leise und eindringlich oder kraftvoll im Schwange des Übermuts – ein Hörvergnügen für Sinnenfreudige.
Zur Person
Zunächst studierte Evelyn Kitzing an der Hochschule für Musik in Dresden im Fach Klavier bei Prof. A.Webersinke, bevor sie sich in den Jahren danach, ihren Neigungen folgend, auch andere Möglichkeiten der Darstellung erschloss, für mehrere Jahre mit dem Dresdner Schlagzeuger Matthias Macht zusammenarbeitete und seit gut sechs Jahren als Erzähler auftritt. Zu ihrem Repertoire gehören Erzählungen aus unterschiedlichen Kulturen in verschiedenen literarischen Formen als auch eigene Texte in freiem Vortrag. Hierbei strebt sie eine Synthese aus Sprache, Musik und Bewegung an. Erfolgreiche Gastspiele führten sie im Auftrag der Yenidze Dresden nach Berlin und Weimar, für das Projekt eines eigenen Märchens „Die Rätsel der Nacht“ (Originaltitel Nachtwächters Spaziergang, als Uraufführung zu den Dresdner Musikfestspielen 2005 in der Yenidze Dresden) in Zusammenarbeit mit M. Macht/Schlagzeug, D. Hessel/Percussion, Tanz und Erzählung: E. Kitzing wurde sie vom Kulturamt der Stadt Dresden gefördert.
Loschwitzer Elfenbein.
Musik für Tasteninstrumente vom Mittelalter bis Heute
Idee&Konzeption: Thomas Friedlaender, Musiker
Am 31. Oktober ist der Auftakt der Konzertreihe »Loschwitzer Elfenbein« zu erleben. Elfenbein ist unsere Metapher für edle Tastenmusik. Musik vom Mittelalter bis Heute.
In der Regel zweimal im Quartal besteht die Möglichkeit, für ca. eine Stunde im KulturHaus Loschwitz erlesener Tastenmusik zu lauschen. Natürlich kommt der hauseigene Blüthner-Flügel zum Einsatz. Aber auch Hammerflügel, Keyboards, Virginale, Spinette, Synthesizer und Orgelpositive werden uns heutige moderne Menschen erfreuen.
»Loschwitzer Elfenbein« - eine Konzertreihe in der Tradition von »Kammer«-Konzert, Salon- und Hausmusik: edel,klein aber fein. Kommen Sie vorbei und lassen sich überraschen.
Thomas Friedlaender, Zinkenist und Trompeter, studierte in Dresden, Leipzig und Basel. Lebt freischaffend in Dresden, arbeitete zuvor in verschiedenen Orchestern. Beschäftigung mit Jazz und freier Improvisation.
Wesentlicher Schwerpunkt seiner musikalischen Tätigkeit ist die Arbeit in solistischen Kammermusikbesetzungen; außerdem zahlreiche Konzerte und Aufnahmen mit renommierten Ensembles und Solisten im Bereich der Alten Musik. Gründung verschiedener Kammermusikensembles - inzwischen viele übergreifende Programme mit Alter Musik, Jazz, zeitgenössischer Musik, Improvisation, Kunstbetrachtung, Lesung, Tanz etc.
Lust am Kulturmanagement führten in den vergangenen Jahren zu mehreren eigenen übergreifenden Projekten mit dem Ziel, das jeweilige Ambiente des Veranstaltungsortes mit Musik der Zeit anschaulich lebendig werden zu lassen. Künstlerischer Leiter der Veranstaltungsreihen »Offenes Palais - Musik und Kunst im Großen Garten« und »Loschwitzer Elfenbein«.
Mayer trifft...
Die etwas andere Talkshow
Idee&Konzeption: Florian Mayer, Musiker
Florian Mayer trifft in loser Folge je einen Künstler zum Gespräch und gemeinsamer Aktion.
Die Idee ist nicht neu und dennoch spannend: man lade einen Künstler ein, frage ihn über sein künstlerisches Profil und privates Leben aus und lasse ihn seine Kunst prompt demonstrieren. Das etwas ungewöhnliche dabei: der Gastgeber möchte immer bei der künstlerischen Darietung mitmischen. Schließlich ist er selbst Künstler und kein Talkmaster.
Mein Cello & ich -
Musikshow für Kinder von 0 bis 99 Jahren
Die aussergewöhnliche Show behandelt wichtige Fragen: Die Entstehung des Schalls, ist Rhythmus erlernbar? Wie kann man Musik erleben? Ist es möglich, selber Gesang, Flöte, Violine, Violoncello oder Klavier zu erlernen? Resonanzphänomene werden erörtert, Raumakustik wird erprobt, Experimente werden gemacht, Kinder können ihr eigenes Instrument mitbringen und mitspielen. Dazu gibt es ganz viel Musik, Gesang und Heiterkeit, alles wird live dargestellt und ist garantiert ohne (Geschmacks)verstärker!
Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre.
handgemachte Musik…
www.peterillavsky.com
Dialog.
Aufbruch in bisher Ungehörtes
Idee&Konzeption: Michael Schulz, Musiker
Ton-Tonfall-Laut-Lautsprache-Aussage-Ansage-Ansatz-Pause-Pausenmusik-Dynamik
Stille klingt. Musik klingt nach.Lärm birgt Strukturen in sich. Worte bringen zum Fall. Eine musikalische Aussage.
Michael Schulz stellt musikalische Projekte innerhalb einer Konzertreihe vor, die Musik unterschiedlicher Traditionen und Ursprünge zusammenführt. Musik, die in ihrer Stilistik im Alltag gewohnt wahrnehmbar oder außerhalb etablierter Konzertpodien zu hören ist. Extravagante und/oder hochkarätige Künstler finden sich zu einem kammermusikalischen Konzertexperiment zusammen.
M. Schulz: geboren 1963, freischaffender Musiker seit 1987
Zahlreiche eigene Veröffentlichungen und Musik-, sowie Konzertaufträge für Theater, Fernseh- und Filmproduktionen
Rege internationale Konzerttätigkeit (u.a. in Frankreich, England, Schweiz, Korea, Japan, USA, Schweden, Tschechien, Italien)
Zugehört&Mitgemacht.
Veranstaltungen für Kinder
Idee&Konzeption: Dr. Claudia Blei-Hoch

Die Veranstaltungen rund um das Bilder-, Kinder- und Jugendbuch obliegen Frau Dr. Blei-Hoch (Jg.1969). Seit dem Studium im Lehramt Deutsch/Kunst/Deutsch als Zweitsprache beschäftigt sie sich nunmehr 10 Jahre lang auch aus wissenschaftlicher Sicht mit Kinder-und Jugendliteratur. Sie ist ferner Jurymitglied des Deutschen Jugendliteraturpreises und als Rezensentin einschlägiger Fachzeitschiften tätig.
Die Veranstaltungen für Kinder wollen das Vorlesen und Kennenlernen heutiger, aktueller Bilder-, Kinder- und Jugendbücher immer auch mit praktischen und selbständigen Projekten zu den Texten und Illustrationen verbinden. Die Reihe »Zugehört und mitgemacht« ist der Versuch, ein vor allem sinnliches Erleben in der Begegnung mit Wort und Bild beim kleinen, wie auch größerem Heranwachsenden zu schaffen.
Autorenlesungen
Idee&Konzeption: BuchHaus LoschwitzSchriftsteller lesen ihre Texte im selbstgewählten Raum. Der eine raucht, der andere hustet, wieder einer ist überrascht von der Wirkung seines Wortes auf das Publikum. Eine Autorenlesung ist immer ein authentisches Erlebnis, ein nicht wiederholbarer Eindruck.
Das BuchHaus Loschwitz hat in den vergangenen zehn Jahren über 100 Autorenlesungen organisiert und zumeist in der 50qm-großen Buchhandlung zur Vorstellung gebracht.
Klassik verstehen.
Von der Bühne zum Bild
Idee&Konzeption: Silke Führich, Bühnen- und Kostümbildnerin, und Reinhardt Schuchart, Regisseur
Seit 1999 arbeiten der Theaterregisseur Reinhardt O. Schuchart und die Bühnen- und Kostümbildnerin Silke Führich zusammen. In dieser Zeit entstanden viele künstlerisch bedeutsame Inszenierungen. Besonders intensiv war die Arbeit an klassischen Dramen im Hinblick auf die Entschlüsselung ihrer Bedeutung, das Verständnis der großen Geschichten und die Entdeckung der ihnen innewohnenden ewigen Aktuallität.
Wir müssen heute unseren Geist und unsere Gefühle wieder öffnen für die wunderbare Tiefe und Schönheit der Betrachtung des menschlichen Lebens in diesen Stücken. Um die eigene Erfahrung bei der Annäherung an diese Stoffe möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, entstand die Idee einer Reihe künstlerischer Bücher mit originalen, verdichteten Textfassungen und Illustrationen in Anlehnung an die Bühnenwirklichkeit einer Theateraufführung.
Hanglage.
Podiumsdiskussion
Idee&Konzeption: Hans-Peter Lühr, Paul KaiserWas wäre der Elbhang ohne sein intellektuelles Potential und die Kraft des ortsansässigen Widerspruchs - nur eine simple Idylle! Deshalb haben Vortrag und Diskussion einen festen Platz im Veranstaltungskalender. Die Themen bewegen sich zwischen Kunst und Gesellschaft, überregionaler Kulturkritik und städtischem Mikroklima. Konzipiert und moderiert wird das Programm von Paul Kaiser, Kunstwissenschaftler und "Cicero"-Autor und Hans-Peter Lühr, Publizist und Herausgeber der Dresdner Hefte. Prominente und Newcomer, Experten und Querdenker stellen ihre Thesen vor und zugleich zur Debatte. Der Diskussion soll ein breiter Raum gegeben werden - in einem Klima streitbarer Toleranz!
Lieber beißen als verschleißen
Veranstaltungen für Jugendliche
Idee&Konzeption: Axel GroßeGeb. 1966 in Meißen. Studium der Wasserwirtschaft in Magdeburg, dann Politikwissenschaft/Soziologie in Trier. Verschiedene Tätigkeiten in der politischen Bildung (Gedenkstätten, Schulen, Universitäten).
Die Veranstaltungen sollen in erster Linie den Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich kennzulernen und gegebenenfalls mit eigenen Ideen eigene Abende zu gestalten.
Also, Leute: »Sterbt nicht im Wartesaal der Zukunft!«
