Veranstaltungen im März 2017                                    - aktuelles Programmfaltblatt bei facebook zum Download -



Frohe Kunde:

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Unsere Buchhandlung BuchHaus Loschwitz wurde im Oktober 2016
bereits zum zweiten mal mit dem Gütesiegel 
"Deutscher Buchhandlungspreis 2016" geehrt.

Wir freuen uns über die erneute Würdigung unserer Arbeit!

Aus der Preisträgerrede von Monika Grütters,
Staatsministerin für Kultur und Medien: 

„Wir brauchen die Künstler und Intellektuellen, die Querdenker und Freigeister, deren Werke wir in den Regalen unabhängiger Buchhandlungen finden! Sie sind der Stachel im Fleisch unserer Gesellschaft, der verhindert, dass intellektuelle Trägheit, argumentative Phantasielosigkeit und politische Bequemlichkeit die Demokratie einschläfern. Nicht zuletzt kann Literatur denen eine Stimme geben, die sonst kein Gehör finden." 


Im Schaufenster:

Reihe "Menschen und Orte" - A.B.Fischer Verlag, Berlin

"Endlich Frühling!" - Bücher zur Jahreszeit




Mittwoch, 8. März um 20 Uhr

Prof. Ph. D. W. Daniel Wilson
„Er verbietet es seinen Kindern, den deutschen Gruß anzuwenden.“
Spaltung und Gleichschaltung in der Goethe-Gesellschaft Dresden, 1941–1942

In Dresden erfolgte die härteste Gleichschaltung aller Ortsvereinigungen der Goethe-Gesellschaft. Das ergab sich aus der oppositionellen Haltung des Dresdener Vorsitzenden, Prof. Dr. Emil Menke-Glückert. Dieser bekennende Demokrat weigerte sich zurückzutreten und kritisierte die Gleichschaltung aus rechtlichen Gründen. Der Vortrag stellt zunächst die Goethe-Gesellschaft im „Dritten Reich“ vor (ihr Präsident unterstützte die Gleichschaltung in Dresden) und rekonstruiert dann den Fall Dresden an Hand reichhaltiger Quellen.

In Zusammenarbeit mit der Goethe-Gesellschaft Dresden und dem Dresdner Geschichtsverein e.V.

6/ 4 Euro


Freitag, 10. März um 20 Uhr

Verlagsbibliothek und Ausstellung im KulturHaus Loschwitz
Edition A.B.Fischer, Berlin

Die Edition A.B.Fischer präsentiert mit ihren bibliophilen Buchreihen „Menschen und Orte“ und „Wegmarken“ Leben und Lebensorte bedeutender Menschen der Zeitgeschichte. Ob Künstler, Literaten, Wissenschaftler oder Philosophen – sie alle wurzelten an einem Ort oder suchten Plätze zum Arbeiten und um zur Ruhe zu kommen. Sie gestalteten somit literarische Landschaften, die noch heute deren Geist atmen; in Städten, in Dörfern. Angelika Fischer illustriert diese kleinen Kunstwerke mit sensiblen Photographien in schwarz-weiß und schaftt somit eine einzigartige Verbindung zwischen Künstler und Ort. Desweiteren erscheint in der Edition eine weitere anspruchsvolle Buchreihe, die sich zum Beispiel mit Künstlerfreundschaften beschäftigt.

Angela Weber-Hohlfeld wird im Rahmen dieses Verlagsabends aus ihrem Buch
„Max Frisch/ Alfred Andersch. Eine widersprüchliche Freundschaft“ lesen.

Die ausgestellten Bücher gehen nach der Veranstaltung als Schenkung des Verlags an die Städtischen Bibliotheken Dresden. 

Eintritt frei


Montag, 13. März um 20 Uhr

"Mayer trifft..." PAGO LIBRE (Schweiz)

Nach längerer Zeit bekommt die Kunst der Töne wieder ein stärkeres Gewicht bei "Mayer trifft...". Und das gleich auf besondere und vielfältige Weise. "Pago Libre" ist ein seit 1989 bestehendes Musikensemble aus der Schweiz, welches Volksmusik, Jazz und Klassik zu einer ausgefeilten Kunst vereint, dabei versuchend, den allzuoft strapazierten, plakativen Begriff des sogenannten "Crossover" mit zarteren oder kräftigeren Pinselstrichen zu überzeichnen. Geleitet wird es vom irischstämmigen, in der Schweiz ansässigen Komponisten und Pianisten John Wolf Brennan, Tonsetzer von Opern, Chor-und Kammermusik und Sololiteratur für Klavier, ferner Preisträger und Teilnehmer an Meisterkursen bei Ennio Morricone und Edison Denisov. Zu seinen Mitmusikern gehört der Dresdner Bassist Tom Götze, stiltechnisch in vielerlei Hinsicht virtuos erprobt und in den letzten Jahren häufig als Partner von Armin Müller-Stahl, Uschi Brüning und dem unvergessenen Manfred Krug zu erleben. 
Mit beiden wird Gastgeber Florian Mayer einiges zu besprechen haben und die musikalischen Fäden spinnen. Womöglich nicht das letzte Mal.

14/ 10 Euro


Montag, 27. März um 20 Uhr

Autorenlesung
Ulrich Schacht
„Notre Dame“

Paris, Ende 1991. Der deutsche Journalist Torben Berg ist in die französische Hauptstadt geflogen, um fern von seiner Familie den Silvesterabend zu verbringen. Zwar weiß seine zwölfjährige Tochter von der Reise, nicht aber seine Frau: Ihre Ehe ist gescheitert. Der Ort ist nicht zufällig gewählt. Genau hier widerfuhr Berg anderthalb Jahre zuvor das größte Liebesglück und größte Liebesleid. Damals begleitete ihn die junge Studentin Henrike Stein aus Leipzig, die Berg nach einem Konzert Wolf Biermanns Ende 1989 kennengelernt hatte. Es begann eine gewaltige, eine erotische Liebe, die sich gleichwohl immer mehr verdunkelte und deren Schatten bis nach Paris ins Jahr 1991 reichen. Hier muss Torben Berg einen neuen Horizont finden, der sich endlich wieder aufzuhellen beginnt.

„Ulrich Schacht gelingt das Kunststück, die Turbulenzen und Kapriolen des Nachwendejahres 1990 in einer radikalen, zärtlichen Liebesgeschichte zu erzählen. Zugleich entsteht ein ‚Seelendokument’, wie es Torben Berg, Held dieser Geschichte, nennen würde – ehrlich und unverstellt. Habt keine Angst vor dem Glück (und kämpft darum), liebe Leser, das ist es, was uns dieser Roman in jeder seiner Zeilen zuruft.“ Lutz Seiler 

„Nichts weniger als eine weitgefasste Sprach-Kathedrale will mir dieser Roman sein, in dessen Längsschiff sich die leidenschaftliche Liebesgeschichte entwickelt und darin auch endet und auf deren Seitenaltären und in deren Andachtsnischen die quälenden Erfahrungen mit Diktatur und Menschenverachtung erinnert werden, kunstvoll eingebettet in erhebende Stunden größten Liebesglücks.“ Egon Ammann

Ulrich Schacht wurde 1951 im Frauengefängnis Hoheneck geboren und wuchs in Wismar auf. 1973 in der DDR wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt, wurde er 1976 in die Bundesrepublik entlassen. Dort arbeitete er als Feuilletonredakteur und Chefreporter Kultur für Die Welt und Welt am Sonntag. Schacht erhielt verschiedene Preise, Auszeichnungen und Literaturstipendien, u. a. den Theodor-Wolff-Preis für herausragenden Journalismus. Er gilt als ein streitbarer Publizist, der sich nicht Konventionen, sondern einer humanistischen Tradition verpflichtet fühlt. Seit 1998 lebt Ulrich Schacht als freier Autor in Schweden. Zuletzt bei Aufbau: „Vereister Sommer“ (2011) und „Grimsey“ (2015).

8/ 6 Euro


Freitag, 31. März um 20 Uhr
Musikalisch-Literarischer Abend für Freunde der russischen Sprache

ИЗ ЦИКЛА Э.КЕСТНЕРА "13 МЕСЯЦЕВ"

Die 13 Monate gilt als eins der romantischsten und idyllischsten Werke des in Dresden geborenen Autors Erich Kästners, das bezeichnend für seine späte Schaffenszeit ist. Die ersten zwölf der Gedichte schrieb er ursprünglich im Auftrag der Schweizer Illustrierten Zeitung, in der sie 1952/ 1953 als monatliche Serie erschienen. Das Gedicht zum dreizehnten Monat verfasste er erst 1954. Kästner selbst erklärt im Vorwort, er schreibe die Gedichte als „ein Großstädter für Großstädter“, der sich auf die Schönheit des Kreislaufs der Jahreszeiten und der Natur besinnen wolle.

Am heutigen Abend hören Sie den Zyklus nun in einer Übertragung ins Russische.

mit Ellen Demin (Übersetzerin des Zyklus von Erich Kästner „Die 13 Monate“) 
und Karin Prescher (Flügel)

8/ 6 Euro


Vorschau April 2017:


Mittwoch, 5. April um 20 Uhr 

"Vergessene Gastlichkeit auf dem Burgberg Loschwitz"

Der Gastronom und Historiker des Dresdner Gastgewerbes Manfred Wille hat mehrere Bücher zur Historie zum Dresdner Gastgewerbe geschrieben. In seinem Vortrag spürt er nun dem früheren "Burgberg-Hotel" in Loschwitz und seinen unterschiedlichen Betreibern nach. Beginnend mit der Weinschänke "Bormanns" werden die baulichen Etappen, aber auch das Wirken der Wirtsfamilien vorgestellt. Viele interessante Bilddokumenten machen auch das Bemühen um eine hohe Qualität der Gastlichkeit nachvollziehbar.

6/ 4 Euro

 

Montag, 10. April um 20 Uhr

"Ausgelesen und Benotet"

Rhetorik trifft Literatur - Spielfreude auf Perfektion! 
Die Buchhändlerin Susanne Dagen und der Geiger Florian Mayer präsentieren in Wort und Musik ihre Lieblingsbücher des Bücher-Frühlings 2017

8/ 6 Euro


Sonnabend, 15. April um 10-15 Uhr

Ostermarkt vorm BuchHaus Loschwitz


Montag, 24. April um 20 Uhr

"Mayer trifft ... Marcus Günzel" 

Seit Dezember 2016 ist nach langem Tauziehen die Staatsoperette Dresden in den neu erschaffenen Bauten des Kulturkraftwerks Mitte beheimatet und lässt die Leubener "Interimsjahre", die sich wider Erwarten zu langen, ereignisreichen "Residenzjahren" auswuchsen, hinter sich. Seit dem Jahre 2003 gestaltet er diese Geschichte mit, als er, noch studierend, zum ersten Mal die Bühnenbretter des traditionsreichen Hauses betrat: der Bariton Marcus Günzel, waschechter Dresdner, Kruzianer, ein Füllhorn des jugendlichen Charmes und gewissermaßen nimmermüde "Allzweckwaffe" des Hauses für Solisten-und Nebenrollen im breit gefächerten Repertoire der schweren leichten Muse. Operette, Musical, Oper - Bizet, Strauss, Suppé, Offenbach, Porter, Weill, Gershwin, Bernstein, Webber, Sondheim - es gilt, zusammen mit Gastgeber Florian Mayer ein reiches Feld zu beackern, zumal mit Holger Miersch am Klavier ein profunder Kompagnon hinzustoßen wird, der durch seine Tätigkeit als künstlerischer Leiter des Dresdner Salonorchesters, dem Ganzen den notwendigen Grund und Boden bereiten wird. Ein vergnüglicher Abend mit viel Musik und dem Zelebrieren der Seriösität des vermeintlich Leichten. 

14/ 10 Euro

 


Mittwoch, 26. April um 20 Uhr

ZeitenBuch. Seitenweise Politik“ 

mit Hans Joachim Maaz
"Das falsche Leben. Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft"

Ein Normopath ist stets normal und angepasst, sein Verhalten überkorrekt und überkonform. Die Zwanghaftigkeit, mit der er den Erwartungen entspricht, verrät indes, dass er ein falsches, ein unechtes Leben führt. Krank ist nicht nur er, sondern vor allem die Gesellschaft, in der er lebt und deren Anpassungsdruck er sich unterwirft - bis er die Gelegenheit gekommen sieht, seine aufgestaute Wut an noch Schwächeren oder am "System" abzureagieren.
Der Hallenser Psychoanalytiker und Psychiater Hans-Joachim Maaz ist bekannt für seine brillanten, zukunftsweisenden Analysen kollektiver Befindlichkeiten und gesellschaftlicher Zustände - vom Gefühlsstau, einem Psychogramm der DDR, bis zur narzisstischen Gesellschaft, einer Psycho-Analyse unserer Promi- und Leistungsgesellschaft. In seinem neuen Buch nimmt er Phänomene wie Pegida und AfD, den zunehmenden Hass auf Ausländer, aber auch die Selbstgerechtigkeit der politischen Elite zum Anlass, ein konturenscharfes Bild unseres falschen Lebens zu zeichnen, in dem wir uns lange eingerichtet haben und aus dem uns nun die zunehmende Polarisierung und Barbarisierung unserer sozialen und politischen Verhältnisse herausreißt. "Das falsche Leben" ist das Buch zur Stunde - Augen öffnend und alles andere als Mainstream.

Moderation: Susanne Dagen

8/ 6 Euro


Vorschau Mai 2017:


Mittwoch, 3. Mai um 20 Uhr

Lesung mit musikalischer Umrahmung 

„Dirigieren verdirbt den Charakter. Musikeranekdoten"
mit Hans-Martin Ulbrich

Musiker wissen es selbst am besten: Ihr Leben und Wirken ist eine unerschöpfliche Quelle für Anekdoten. Hans Martin Ulbrich, der 41 Jahre Englischhornist und Oboist des Tonhalle-Orchesters Zürich war, hat in seinem reichen Musikerleben als Instrumentalist und Lehrer zahlreiche Musikergeschichten und Anekdoten gesammelt, die ihm real oder über die Lektüre begegnet sind: über Kollegen, Komponisten, Dirigenten und Dirigentinnen (!) – von Beethoven bis Boulez, von Klemperer bis Petrenko, von Bernstein bis Jaap van Zweden. Die allerbesten hat er in diesem Band für die Liebhaber der klassischen Musik neu erzählt. Bernard Haitink steuerte ein kurzes Geleitwort bei.

Musikalische Umrahmung durch das Oboentrio Dresden Zürich

12/ 10


Mittwoch, 17. Mai um 20 Uhr

Buchvorstellung mit Paul Kaiser
"Weststrand & Elbhang. Dresdner Künstler an der Ostsee"


Freitag, 19. Mai um 20 Uhr

Der Franke Verlag, Dresden präsentiert:
"Die neuen Leiden des jungen Sebastian. Bruchstücke aus
einem versunkenen Reich"


Montag, 22. Mai um 20 Uhr

Konzert "Humoresken"
Mit Adriana Mladenova, Flügel und Florian Mayer, Violine





Kartenvorbestellung:
Tel. (0351) 2666655
info@kulturhaus-loschwitz.de

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Für interessierte Schüler bieten wir eine übertragbare Schülerkarte
für zehn Veranstaltungen freier Wahl zum Preis von 40 Euro an.





© BuchHaus Loschwitz | Susanne Dagen + Michael Bormann OHG | 2016