Veranstaltungen im Februar 2018                                   aktuelles Programmfaltblatt bei facebook zum Download 

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AKTUELLES 

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Charta 2017 - Zu den Vorkommnissen auf der Frankfurter Buchmesse 2017


Die Vorkommnisse auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse machen deutlich, wie widersprüchlich es in unserem Land zugeht: wie unter dem Begriff der Toleranz Intoleranz gelebt, wie zum scheinbaren Schutz der Demokratie die Meinungsfreiheit ausgehöhlt wird. 

Wenn ein Branchen-Dachverband wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Buchhandlungen und Verlage vereint, darüber befindet, was als Meinung innerhalb des Gesinnungskorridors akzeptiert wird und was nicht, wenn gar zu »aktiver Auseinandersetzung« mit missliebigen Verlagen unter Nennung ihrer Standnummer aufgerufen wird 

www.boersenverein.de/1378506/? t=newsletter_tnl

und diese dann im »Kampf gegen Rechts« beschädigt und ausgeräumt werden – dann ist unsere Gesellschaft nicht mehr weit von einer Gesinnungsdiktatur entfernt. 

Die Vorkommnisse auf der Frankfurter Buchmesse, auf der Stände von Verlagen, deren programmatische Ausrichtung der Börsenverein vorab als nicht gutzuheißendes »Gedankengut« deklarierte, zerstört wurden, passen nicht zu einer offenen und toleranten Gesellschaft und sind eines freien Geisteslebens unwürdig. 

Die Erstunterzeichner der Charta 2017 wehren sich entschieden gegen jede ideologische Einflussnahme, mit der die Freiheit der Kunst beschnitten wird. 

Wehret den Anfängen – für gelebte Meinungsfreiheit, für ein demokratisches Miteinander, für respektvolle Auseinandersetzungen!

Wir haben Buchhändler, Autoren und Publizisten gebeten, bei dieser Charta als Erstunterzeichner öffentlich aufzutreten. Unterzeichnen nun auch Sie!

Erstunterzeichner: 

Amoghli, Parviz, Autor - Baranj, Robert, Buchhändler - Bernig, Jörg, Autor - Beisswenger, Kai, Autor - Bormann, Michael, Buchhändler - Dagen, Susanne, Buchhändlerin - Drieselmann, Kristina, Stasimuseum Berlin - Drieselmann, Jörg, Stasimuseum Berlin - Drechsler, Wolfgang, Publizist -Friedrich, Jörg, Autor - Gerlich, Siegfried, Autor - Gruber, Bettina, Autorin - Hennig, Sebastian, Publizist - Hoercher, Jan, Kritiker - Klonovsky, Michael, Autor - Krause, Axel, Maler und Grafiker - Kulke, Ulli, Publizist - Lengsfeld, Vera, Publizistin - Letsch, Roger, Publizist - Maaz, Hans-Joachim, Publizist - Matussek, Matthias, Publizist - Meschnig, Alexander, Publizist - Mohr, Volker, Autor - Rachowski, Utz, Autor - Schacht, Ulrich, Autor  - Schwilk, Heimo, Publizist - Stephan, Cora, Autorin - Straub, Eberhard, Autor - Tellkamp, Uwe, Autor-  Vahlefeld, Markus, Autor - Wawrzinek, Bert, Antiquar - Wendt, Alexander, Autor

https://www.openpetition.de/petition/online/charta-2017-zu-den-vorkommnissen-auf-der-frankfurter-buchmesse-2017

Pressespiegel: 
https://m.facebook.com/Charta-2017-362309370894355/?ref=bookmarks


In den Schaufenstern:

революция - (über) 100 Jahre Oktoberrevolution

Mode - Kleider machen Leute 


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Februar 2018:


Freitag, 16. Februar um 20 Uhr
Autorenlesung mit Simon Strauß “Sieben Nächte”

"Sieben Nächte" von Simon Strauß war nach der Veröffentlichung im vergangenen Jahr für ein paar Wochen in den Feuilletons heiß umstritten. Hier schieden sich die Geister; den einen war der schmale Band zu elitär, andere erkannten darin die Umrisse eines neuen Generationengefühls. Es scheint gerade so, als ob nach der hedonistischen Postmoderne das Pendel in die andere Richtung ausschlägt: Es ist die Sehnsucht nach Leidenschaft und Gemeinschaft, aber auch nach aufrichtig gemeintem Widerspruch, die an die Stelle des „Anything Goes“ treten könnte.

Strauß ist klug genug, in seinen kurzen Geschichten, die jeweils einer der sieben Todsünden gewidmet sind, das durchaus vorhandene Pathos immer wieder zu brechen. Sei es ein (gesicherter) Sprung von einem Hochhaus, ein riskanter Wetteinsatz beim Pferderennen oder eine hippe Retro-Party: Immer tiefer verstrickt sich der Protagonist in das Lifestyle-Angebot der Konsumgesellschaft, der er ja eigentlich etwas entgegensetzen wollte. Doch seine Anspielungen auf Dichter wie Stefan George und Gottfried Benn dürften für ein literarisches Debut heute wohl einzigartig sein.

Ein Manifest verbindet immer Kunst und Leben. Auch "Sieben Nächte" bliebe blass ohne die Physiognomie seines Autors. Eine strikte Trennung zwischen Autor und Romanfigur scheint daher wenig sinnvoll. Es gilt auszuloten, ob das im Roman immer wieder beschworene Ideal einer künstlerischen Gruppe unter den Bedingungen des zeitgenössischen Kulturbetriebs überhaupt möglich ist.

Simon Strauß und Stefan Kleie, der Moderator des Abends sind seit Schweizer Studientagen befreundet. An ganz ähnlichen Fragen interessiert, verbindet sie die Suche nach ästhetischen Aufbrüchen, die nicht sogleich vom Kommerz oder für politisch gut gemeinte Zwecke vereinnahmt werden können. Auch als Theaterkritiker im Feuilleton der FAZ nimmt Strauß kein Blatt vor den Mund. So lautet der Titel einer seiner letzten Essays: „Künstler, emanzipiert euch!“

In Zusammenarbeit mit Blaue Fabrik e.V. 

8/ 6 Euro

+ + + FÄLLT AUS!
Simon Strauß hat auf Grund der medialen Auseinandersetzung mit seiner Person abgesagt! Ein Nachfolgetermin wird alsbald bekanntgegeben + + +


Freitag, 23. Februar um 20 Uhr
Autorenlesung mit Thomas Kunst “sag nie wieder visconti”

Der nunmehr 5. Band unserer edition "poet in residence" ist erschienen!
Thomas Kunst, Stipendiat 2017 unseres Lyrikstipendiums präsentiert Altes und Neues, liest Prosa und Lyrik.

Thomas Kunst wurde am 09.06.1965 in Stralsund geboren.Nach dem Abitur studierte er zunächst Pädagogik in Leipzig und ist seit 1987 als Bibliotheksassistent der Deutschen Nationalbibliothek tätig.Er schreibt Lyrik und Prosa und befasst sich mit musikalischer Improvisation (Gitarre und Violine). Kunst debütierte 1991 bei Reclam Leipzig mit dem Buch »Besorg noch für das Segel die Chaussee. Gedichte und eine Erzählung«.Seitdem sind seine Texte in 16 Einzeltiteln (auch als Hörbuch bzw. Musik-CD) sowie in Anthologien, Literaturzeitschriften und im Internet veröffentlicht worden.

Zuletzt erschienen die Lyrikbände
"Kolonien und Manschettenknöpfe" (Suhrkamp, 2017) und 
"sag nie wieder visconti. Gedichte aus Romanen" (edition buchhaus loschwitz, 2017)

Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. 
Thomas Kunst lebt und arbeitet in Leipzig.

Eintritt frei

 

Montag, 26. Februar um 20 Uhr
“Mayer trifft ... Eckehard Stier”

Ein Dirigent erstmals zu Gast und das Spiel mit den Stilmöglichkeiten, unter anderem auch auf dem zu den mayer'schen Treffen recht selten genutzten Flügel - der Dresdner Eckehard Stier kann den Begriff von gefühlter Heimat sehr breit definieren und das schließt seine musikalischen Horizonte unmittelbar mit ein. Ein waschechter Kruzianer mit dem stringenten Dirigentenweg zum GMD des Klangkörpers in Görlitz bis hin zum Orchesterleiter in Neuseeland. Schon längst angekommen in der internationalen Musikwelt und doch immer wieder im Aufbruch begriffen. London, Paris, Tokyo, St. Petersburg, Catania, Bodenständigkeit und der Wille abzuheben, wenn auch auf ganz andere Art und Weise, sind die Essenzen seines Tuns. 
Ein Gespräch über das Unterwegssein und Innehalten, über Knabenchöre, Unterhaltung und Seriösität und über das, was der Prophet im eigenen Land gilt. 
Und dies dann auch noch mit klanglicher Übermalung.

Mit Florian Mayer, Violine

14/ 10 Euro


Vorschau März 2018:


+ + + EXTRA + + +

Donnerstag, den 8. März 
um 19.30 Uhr 

im Kulturpalast Dresden, Foyer 2

"Streitbar!
Wie frei sind wir mit unseren Meinungen?"

Ausgehend von zwei Aufrufen, die durch Ereignisse im Umgang mit rechten Verlagen auf der Frankfurter Buchmesse 2017 ausgelöst, von Dresden ausgingen, lädt das „Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025“ zu einer öffentlichen Diskussion ein.

Uwe Tellkamp, Erstunterzeichner der „Charta 2017“ und Durs Grünbein, Erstunterzeichner des „Aufruf von Tätigen im Literatur- und Kulturbereich“, ergreifen am 8. März 2018 das Wort und debattieren über die freie Meinungsäußerung in unserer Demokratie.
Wie frei sind wir als mündige Bürgerinnen und Bürger mit unseren Meinungen?
Welche Konsequenzen hat die ungehinderte Meinungsäußerung z.B. in den neuen Kommunikationskanälen?
Und mit welchen Begriffen jonglieren wir im alltäglichen Gespräch?
Diese und andere Fragen diskutieren die Autoren Uwe Tellkamp und Durs Grünbein. 

Moderation:Karin Großmann, Chefreporterin der Sächsischen Zeitung
Veranstalter:
Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025


Eintritt frei


Freitag, 09. März um 20 Uhr
„Charta 2017. Erstunterzeichner im Fokus“

Bettina Gruber stellt in ihrem 2018 erschienen Essay "Tote weiße Männer lieben" den DWEM vor, den Dead White European Male, der nach postkolonial-korrekter Überzeugung an allem Übel der Welt schuld sein soll. Auch und gerade Weiße haben aus dem Bashing weißer Männer eine Modedisziplin gemacht, die längst mehr ist als eine harmlose Marotte. In den Angriffen auf sie vereinen sich rassistische, männerfeindliche und antitraditionalistische Tendenzen zu einer explosiven Mischung.

Die habilitierte Kulturwissenschaftlerin blickt auf eine lange universitäre Forschungs-, Publikations- und Lehrtätigkeit zurück, unter anderem in Deutschland, Österreich und den USA. Ihre letzte Buchveröffentlichung ( hrsg. mit Rolf Parr) mit dem Titel „Linker Kitsch. Bekenntnisse −Ikonen−Gesamtkunstwerke“ erschien 2015 bei Wilhelm Fink. Neuerdings beschäftigt sie die für die Rechte grundlegende Frage nach der Möglichkeit von Traditionsbildung in modernen Gesellschaften.

8/ 6 Euro


Sonnabend, der 17. März um 20 Uhr
Bildvortrag
Gottfried Klitzsch "Wilhelm Rudolph - Dresden 45"
 

Die aktuelle Ausstellung in der »Ausstellung Dresdner Kunst« des Sammler-Ehepaars Klitzsch ist einem bedeutenden Teil des Zeichnungs- und Holzschnittwerkes von Wilhelm Rudolph (1889 – 1982) gewidmet, der den Untergang des barocken Dresden festgehalten und auch das Schicksal seiner Bewohner mit großer grafischer Eindringlichkeit geschildert hat..

Allen, die in irgendeiner Weise den furchtbaren Angriff auf Dresden miterlebt oder in seinen Wirkungen in den Folgejahren erfahren haben, hat sich dieses Ereignis unauslöschlich ins Gedächtnis gegraben. Dies gilt auch für das Gedächtnis der Stadt. Die Blätter Wilhelm Rudolphs sind wichtiger, ja vielleicht der wesentlichste Teil authentischer Widerspiegelung des Ereignisses. Nur einen Bruchteil dessen kann die Ausstellung zur Anschauung bringen. Auch deshalb ist ein umfangreicher Katalog mit bis dato unveröffentlichtem Bildmaterial, mit Notizen Rudolphs und Originalbeiträgen Horst Dreschers erschienen.

Die Ausstellung "Wilhelm Rudolph - Dresden 45" ist vom 11.02.-06.05.2018 in den Räumen der AUSSTELLUNG DRESDNER KUNST jeweils Sonnabend und Sonntag
11-18 Uhr auf der Hohen Str. 35 in Radebeul zu besichtigen.

7/ 5 Euro


Freitag, 23. März um 20 Uhr
“Zeitenbuch. Seitenweise Politik"
Alexander Grau "Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung"

Deutschland empört sich. Oft, gerne und über nahezu alles. „Empört Euch!“ war folgerichtig ein Bestseller hierzulande, markiert er doch in zwei Worten das Coming-out der deutschen Seele.

Wir leben im Zeitalter der Hypermoral. Moral ist zur Leitideologie und zum Religionsersatz unserer postreligiösen Gesellschaft mutiert. Moral ist absolut geworden, sie duldet keine anderen Diskurse neben sich. So wird aus Moral die Tyrannei der Werte: Minderheitenkult, Kränkungsfetischismus, Gleichheitsideologie. Politik, Wirtschaft, Kunst – alles wird auf moralische Fragen reduziert. Selbst der Konsum hat fair, nachhaltig und ressourcenschonend zu sein. Wer sich diesem Diktat der totalen Moral zu entziehen sucht, wird gesellschaftlich sanktioniert. Der Publizist und Philosoph Alexander Grau liefert eine schonungslose Bestandsaufnahme des zeitgenössischen Hypermoralismus und entlarvt die Grundlagen dieser grotesken Ideologie.

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Im Dezember 2014 erschien der von ihm herausgegebene Band "Religion. Facetten eines umstrittenen Begriffs". Für das politische Magazin "Cicero" schreibt er die viel beachtete Online-Kolumne "Grauzone".

Moderation: Susanne Dagen, BuchHaus Loschwitz

8/ 6 Euro


Montag, 26. März um 20 Uhr
“Ausgelesen und Benotet"

Rhetorik trifft Literatur - Spielfreude auf Perfektion! 
Die Buchhändlerin
Susanne Dagen und der Geiger Florian Mayer präsentieren
in Wort und Musik ihre Lieblingsbücher der Frühjahrs 2018.

8/ 6 Euro


Sonnabend, 31. März 10 bis 14 Uhr
Ostermarkt vorm BuchHaus“

Wilde EierEi: gebacken, geklöppelt, bemalt und auch trinkbar –
der fröhliche Einstieg ins Osterwochenende!  











Kartenvorbestellung:
Tel. (0351) 2666655
info@kulturhaus-loschwitz.de

Kartenvorbestellung: Tel. (0351) 2666655 | info@kulturhaus-loschwitz.de
Die vorbestellten Karten bitte bis 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn abholen.
Für interessierte Schüler bieten wir eine übertragbare Schülerkarte
für zehn Veranstaltungen freier Wahl zum Preis von 40 Euro an.






© BuchHaus Loschwitz | Susanne Dagen + Michael Bormann OHG | 2016