Veranstaltungen im Januar 2018                                   
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VORSICHT: LITERATUR!
Wir sind auf you tube!

"Aufgeblättert. Zugeschlagen - Mit Rechten lesen"

"Aufgeblättert. Zugeschlagen - Mit Rechten lesen"
Literatur verbindet, Lesen verbündet! Mit Rechten reden? 

Wir machen mehr: "Aufgeblättert. Zugeschlagen - Mit Rechten lesen" ist die neue regelmäßige Literatursendung zu drei aktuellen Büchern des literarischen Lebens, ein Austausch zwischen der Publizistin Ellen Kositza vom Verlag Antaios, der Buchhändlerin Susanne Dagen vom BuchHaus Loschwitz und einem jeweils neuen Gast. Unabhängig, geistreich und am Diskurs interessiert. 

Die fünfte Sendung haben wir auf der Frankfurter Buchmesse gedreht. Unser Gast war hierbei Vera Lengsfeld, besprochen wurden Bücher von Laila Mirzo und Frank Richter. 

In der nächsten Sendung begrüßen wir den Publizisten Alexander Wendt als Gast. 

Ein vergnügliches Plädoyer für vorurteilsfreies Lesen und ein Gemeinschaftsprojekt vom Verlag Antaios, Schnellroda und dem BuchHaus Loschwitz, Dresden. 

Die vorgestellten Bücher erhalten sie unter:
https://buchhaus-loschwitz.de
https://antaios.de

Ein vergnügliches Plädoyer für vorurteilsfreies Lesen und ein Gemeinschaftsprojekt vom Verlag Antaios, Schnellroda und dem BuchHaus Loschwitz, Dresden. 

Antaios Verlag www.antaios.de BuchHaus Loschwitz www.buchhaus-loschwitz.de


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In den Schaufenstern:

- Fernweh - Bücher übers Reisen
- Schönes, Liebes, Hoffnungsvolles


Januar 2019 :

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Freitag, 11. Januar um 20 Uhr
WerkstattCharakter“
Lesung und Gespräch mit Monika Maron

Diese Veranstaltungsreihe widmet sich dem Prozess des Schreibens von Autoren literarischer Texte. Das Rückblicken auf Altes, das Suchen und Finden neuer Geschichten und Bilder, das Wiederaufnehmen und jeder Neubeginn sollen Themen sein für ein gemeinsames Gespräch.

Monika Maron wurde 1941 in Berlin geboren, wuchs in der DDR auf, übersiedelte 1988 in die Bundesrepublik und lebt seit 1993 wieder in Berlin. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane, darunter ›Flugasche‹, ›Animal triste‹, ›Endmoränen‹, ›Ach Glück‹ und ›Zwischenspiel‹, außerdem mehrere Essaybände, darunter ›Krähengekrächz‹, und die Reportage ›Bitterfelder Bogen‹. Zuletzt erschien der Roman ›Munin oder Chaos im Kopf‹. Sie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter dem Kleist-Preis (1992), dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2003), dem Deutschen Nationalpreis (2009), dem Lessing-Preis des Freistaats Sachsen (2011) und dem Ida-Dehmel-Preis (2017).

In ihrem letzten Buch ›Munin oder Chaos im Kopf‹ beschreibt sie Mina Wolf, die Journalistin und Gelegenheitstexterin, die im Berliner Großstadt-Sommer beginnt, einen Aufsatz über den Dreißigjährigen Krieg für die Festschrift einer Kleinstadt zu schreiben. Eine irre Nachbarin, die Tag für Tag von morgens bis abends auf ihrem Balkon lauthals singt, zwingt sie, nur noch nachts zu arbeiten. Die kleine, enge Straße gerät in Aufruhr und in Minas Kopf vermischen sich der Dreißigjährige Krieg, die täglichen Nachrichten über Krieg und Terror mit der anschwellenden Aggression in der Nachbarschaft. Als auch noch eine Krähe in ihre nächtliche Einsamkeit gerät, die sie Munin nennt und mit der sie ein Gespräch über Gott und die Welt beginnt, ist das Chaos in Minas Kopf komplett.

im Gespräch mit Susanne Dagen

8/ 6 Euro



Freitag, 18. Januar um 20 Uhr
ZeitenBuch. Seitenweise Politik“
mit Laila Mirzo

Nur ein schlechter Muslim ist ein guter Muslim.
Über die Unvereinbarkeit des Islam mit unserer Kultur“

Die in Syrien geborene Islamkritikerin Laila Mirzo zeigt in ihrer brisanten Schrift, dass Muslime, die sich für eine orthodoxe Auslegung des Korans entscheiden, eine große Gefahr für eine liberale Gesellschaft darstellen. Von der Intoleranz gegenüber Nichtmuslimen bis zur islamischen Judenfeindlichkeit, vom religiös motivierten Ehrenmord bis zur Verfolgung Homosexueller, von der Unterdrückung der Frau bis zur Gewaltideologie des Dschihad – dieses Buch analysiert die gegenwärtigen Probleme des Islam und führt sie auf den Kern seiner Lehre zurück. 

Unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit dürften die westlichen Werte nicht leiden, so Mirzo: „Wenn wir radikalen Islam tolerieren, verkaufen wir unsere Grundrechte.“ Die Dach- und Moscheenverbände fordert sie auf, sich kritisch mit dem Koran auseinanderzusetzen. Denn: „Der Islam hat ein Gewaltproblem.“

Laila Mirzos Fazit lautet: Am Ende droht anstelle einer notwendigen Säkularisierung die islamische Kulturrevolution mitten in Europa.

Laila Mirzo wurde 1978 in Damaskus geboren und verbrachte ihre Kindheit auf den Golanhöhen. Als Tochter einer deutschen Mutter und eines syrisch-kurdischen Vaters wuchs sie in einem liberalen Elternhaus auf. Mirzo lebt heute in Österreich. Als Trainerin für interkulturelle Kompetenz schlägt sie Brücken zwischen den Kulturen und macht als Islamkritikerin auf die Gefahren eines konservativ gelebten Islam aufmerksam.

8/ 6 Euro

 


Freitag, 25. Januar um 20 Uhr
Musikalisch-literarischer Abend „Mein blaues Klavier“

Else Lasker-Schüler zum 150. Geburtstag mit Ursula Kurze


Und unsere Lippen wollen sich küssen,

Was zagst du? Grenzt nicht mein Herz an deins –

Immer färbt dein Blut meine Wangen rot.

Wir wollen uns versöhnen die Nacht,

Wenn wir uns herzen, sterben wir nicht.

Es wird ein großer Stern in meinen Schoß fallen.


Die Gitarristin, Sängerin, Schauspielerin und Komponistin Ursula Kurze erhielt ihre erste musikalische Ausbildung am Konservatorium Cottbus. Später studierte sie der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar in den Fächern Konzertgitarre und Komposition, sowie an den Musikhochschulen 
in Leipzig und Freiburg i. Br. in den Fächern Gesang und Schauspiel.
Sie widmet sich der
Kammermusik in verschiedenen Ensembles und arbeitet als Schauspielerin an verschiedenen Theatern.

Das Programm mit eigenen Vertonungen von Gedichten von Else Lasker Schüler (1896 – 1945), die eine bedeutende deutsch-jüdische Dichterin war und als herausragende Vertreterin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus gilt ist nur eines von vielen musikalisch-literarischen Programm Ursula Kurzes.

8/ 6 Euro


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Vorschau Februar 2019 :


Freitag, 1. Februar um 20 Uhr
ZeitenBuch. Seitenweise Politik“
mit Raymond Unger „Die Wiedergutmacher“

Angela Merkels historische Entscheidung vom Sommer 2015 setzte die deutsche Gesellschaft unter Strom, politisierte und polarisierte das Land wie seit den Zeiten der Weimarer Republik nicht mehr. Über eine Million Zuwanderer teilten Deutschland in zwei geistige Bürgerkriegsparteien, deren Fronten sich zusehends verschärfen. Hat die Bundeskanzlerin mit ihrer historischen Willkommensgeste endgültig bewiesen, dass Deutschland seine dunkle Vergangenheit bewältigt hat? Oder handeln sie und viele andere der deutschen Eliten im Traumaschatten der Geschichte?

In seinem Buch widmet sich Raymond Unger – selbst vom transgenerationalen Trauma betroffen – erneut den Auswirkungen nicht verarbeiteter Kriegstraumata auf die nachfolgenden Generationen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Babyboomer- Eliten, die aufgrund fehlender persönlicher Reife und nicht verarbeiteter Schuld-und-Sühne-Komplexe mit ihren Entscheidungen die Gesellschaft polarisieren und den sozialen Frieden gefährden. Außerdem spürt er den Ursachen für den dramatischen Rückbau mühsam errungener Freiheiten in Kunst, Kultur und Medienlandschaften und für das Wiedererstarken von überwunden geglaubten, religiös fundamentalen Orientierungen nach, die zunehmend gesellschaftliche Akzeptanz gewinnen.

Raymond Unger lebt als Autor und bildender Künstler in Berlin. Er ist als Kunstmaler tätig, schreibt Essays und Bücher, hält Vorträge und leitet Seminare zu den Themen Kunst, Psychologie und Politik. 2013 erschien sein Sachbuch „Die Heldenreise des Künstlers – Kunst als Abenteuer der Selbstbegegnung“, in dem der ehemalige Therapeut seinen Quereinstieg in den etablierten Kunstmarkt beschreibt. 2016 folgte seine Familienchronik „Die Heimat der Wölfe“. Als Kunstmaler erhielt Raymond Unger 2011 den internationalen Lucas-Cranach-Sonderpreis für Malerei.

8/ 6 Euro



Freitag, 8. Februar um 20 Uhr
Violinkonzert und Lesung mit Florian Mayer
1829 – Paganini in Dresden. Bilder einer Reise“

Der italienische Geigenvirtuose Niccolò Paganini (1782-1840) bereiste auf einer, sich in einer Spanne von über sechseinhalb Jahren erstreckenden Konzerttournee außerhalb seines Heimatlandes die wichtigen europäischen Kulturzentren. Dabei spielte er in Deutschland im Zeitraum von 1829 bis 1831 in 40 Städten. 

Im Januar 1829 betrat er zum ersten Male deutschen Boden,                                                                                                                  wo Dresden seine erste Konzertstation wurde. Er traf auf seine Landsleute am hiesigen Opernhaus, beglückte mit seinem Spiel die Adligen, das Volk und Bedürftige und wurde seinerseits reich beschenkt.

Florian Mayer wird in den nächsten Jahren in einem ausgedehnten Projekt "Mein Paganini - die deutsche Reise" alle Konzertstationen des sogenannten "Teufelsgeigers" "erfahren". Er wird nach Spuren suchen, Geschichten nachempfinden, Konzerte spielen, Tagebuch führen und das Ganze mit sehr persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen verknüpfen. Die heutige Veranstaltung wird darin als ein Detail mit einfließen.

12/ 10 Euro




Montag, 11. Februar um 20 Uhr
Autorenlesung
mit Marcus Vahlefeld „Macht hoch die Tür“

Markus Vahlefeld analysiert in seinem zweiten Buch mit verstörender Klarheit den Irrsinn, in den die deutsche Politik ihre Bürger treibt. Sachlich fundiert, scharfsinnig und doch immer auch humorvoll führt er unseren absurden Zeitgeist vor. Im Mittelpunkt der Betrachtung: Eine Kanzlerin zwischen Beliebigkeit und
Machtbesessenheit, die sich berufen fühlt, nicht nur den Westen und Europa, sondern auch Deutschland zu zerreißen.

Ist unsere liberale Demokratie noch zu retten?

Markus Vahlefeld wurde 1966 in Hong Kong als Deutsch-Brite geboren und wuchs in Hamburg auf. Sein Abitur schloß er in Washington, D.C. ab, studiierte Philosophie in Bonn, Berlin und Barcelona, war Gründer und Geschäftsführer einer Privatschule und wechselte danach in die Filmproduktion. Zuletzt war er in der Geschäftsführung der hr-Tochter Taunusfilm in Wiesbaden. Seit 2003 ist er selbständig als Produzent und Autor mit dem Schwerpunkt Wein & Genuss. Markus Vahlefeld ist ständiger Autor auf der „Achse des Guten“. Er lebt in Köln.

Mit seinem 2017 erschienenen Buch „Mal eben kurz die Welt retten“ erzielte er einen veritablen Bestseller, der zum meistverkauften Buch im Eigenverlag des Jahres avancierte.

8/6 Euro


Donnerstag, 14. Februar um 20 Uhr

Autorenlesung und Gespräch
mit Jan Fleischhauer

10 Jahre! "Unter Linken"

Linke müssen sich in Deutschland für ihre Ansichten nicht rechtfertigen. Sie haben ihre Meinung flächendeckend durchgesetzt, nicht im Volk, aber in den tonangebenden Kreisen, also da, wo sie vorzugsweise zu Hause sind. Wer links ist, lebt im schönen Gefühl, Recht zu haben. In der Politik haben sich die Linken oft geirrt, aber irgendwie macht das nichts, immer werden ihnen die besten Motive zugebilligt. Warum eigentlich? Jan Fleischhauer hat einen Großteil seines Lebens unter Linken verbracht - vom Elternhaus über Schule und Universität bis zum Milieu der Journalisten, in dem er seit zwei Jahrzehnten arbeitet. Vor 10 Jahren unterzog er sie einer genauen Betrachtung, mit dem Abstand desjenigen, der irgendwann entdeckte, dass er nicht mehr dazugehört. Das Buch ist Analyse, Polemik und persönlicher Erfahrungsbericht.

Ein Streifzug durch das Imperium der Linken von 2009 – und wie ist es heute?

Jan Fleischhauer, geboren 1962 in Hamburg, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie und besuchte danach die Henri-Nannen-Schule. Seit 1989 ist er Redakteur beim Spiegel in wechselnden Funktionen. Von 2001 bis 2005 war Fleischhauer Wirtschaftskorrespondent in New York.
Seit 2008 ist er Autor des Spiegel in Berlin.

8/ 6 Euro


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EXTRA:

Donnerstag, 21. Februar um 19 Uhr

"Lingnerpodium - Tagesthema" 
Wenn ein Riss durch die Gesellschaft geht…

Podiumsgespräch über neue Formen des Meinungsstreits

mit: 
Susanne Dagen, Buchhändlerin
Antja Hermenau, Politik-Beraterin

Dr. Paul Kaiser, Kunstwissenschaftler
Hans-Peter Lühr, Publizist

Moderation: 
Frank Richter, Publizist, ehemals Sächs. Landeszentrale f. pol. Bildung

Ort: Großer Saal im Lingnerschloss
Eintritt 5 Euro

Mit einem Offenen Brief an die Loschwitzer Buchhändlerin Susanne Dagen haben Anfang November 2018 die beiden Publizisten Paul Kaiser und Hans-Peter Lühr eine heftige Debatte angestoßen. 

Ihr Vorwurf: dass die Kooperation des Buchhauses Loschwitz mit Antaios, einem wichtigen Verlag der Neuen Rechten, gegen eine Anstandsregel der Zivilgesellschaft verstoße.
Die Gegenrede: der Vorwurf sei das beste Beispiel für Intoleranz und einen gelebten Gesinnungskorridor.

Das Podiumsgespräch will diese konträren Positionen einerseits diskutieren, andererseits aber herausstellen, dass es in gesellschaftlichen Umbruchszeiten wie den unsrigen trotz Meinungsverschiedenheiten wichtig ist, die demokratischen Errungenschaften einer gelebten Meinungsfreiheit nicht aufzugeben. Das bedeutet, auch über die großen gesellschaftlichen Debatten der Gegenwart ins Gespräch zu kommen: Erhalt des sozialen Friedens, mediale Meinungsvielfalt und Populismusvorwürfe, Ausgrenzungsmechanismen und den Unterschied von politischer Gegnerschaft und Feindschaft – alles abendfüllende Streitthemen schon an sich.

Ob es gelingt, diesen „Überforderungskatalog“ gleichwohl als eine Art „Pflichtenheft“ für die ganzen Gesellschaft begreifen zu lernen, wäre das eigentliche Experiment des Abends…

„Lingnerpodium“ ist eine Veranstaltungsreihe des Fördervereins Lingnerschloss, die – in Anknüpfung an die Traditionen des Hauses und mit Blick auf aktuelle Debatten – einem übergreifenden Dialog zwischen Kultur und Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft dient.

Auf Grund der begrenzten Platzkapazität ist eine telefonische Voranmeldung unter 0351-6465382 unerlässlich. Der Vorverkauf obliegt den üblichen Verkaufsstellen, die auf der Website des Lingnerschloß einzusehen sind. Der Abend wird filmisch aufgenommen und ist zeitnah auf der Website des Elbhangkuriers verfügbar.

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Vorschau März 2019 (Auswahl) :


Freitag, 22. März um 19 Uhr

Lesung mit Lars Jung, Staatsschauspiel Dresden
"Die Geschichte Jakobs" aus dem Roman "Joseph und sein Brüder " von Thomas Mann

Es geht um die frühe biblische Geschichte, bewegend und spannend dargeboten on der meisterlichen heiter-ironischen Erzählweise Thomas Manns.

Jakob war der Träger des Gottessegens durch Betrug geworden und mußte fliehen. Wird sich der Besitz des Segens trotzdem positiv in seinem Leben und persönlichen Umfeld auswirken? Das ist die spannende Frage, die im gelesenen Text eine eindrucksvolle Beantwortung findet.

In Zusammenarbeit mit dem Thomas-Mann-Freundeskreis Dresden und der Deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft

12/8 Euro  


Montag, 25. März um 20 Uhr

"Mayer trifft... Conrad Muck (Violonist)   

Der Name Muck hat in der Dresdner Theaterwelt einen guten Klang, was beileibe nicht darauf zurückzuführen ist, dass der kleine Mann mit den Zauberpantoffeln dort besonders oft über die Bühne geflitzt wäre. Vielmehr zählt der Violinist Conrad Muck in der Geschichte der Dresdner Geigenausbildung zu den herausragenden Figuren. Bekannt geworden ist er als Primarius des Petersen-Quartetts, einer der etabliertesten Kammermusikformationen des Landes sowohl vor als auch nach dem Mauerfall. In jüngster Zeit kam eine Renaissance als erster Geiger des renommierten Leipziger Streichquartetts hinzu. Nun wird bei Florian Mayer aus Vieren zwei gemacht. Ein Abend mit Musik und Gesprächen über Zäsuren und den Fortgang in den Zeiten.

14/ 10 Euro


Mittwoch, 27. März um 20 Uhr

"Zeitenbuch. Seitenweise Politik"
mit Antje Hermenau

"Ansichten aus der Mitte Europas. Wie Sachsen die Welt sehen"

30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs verschieben sich die Kraftfelder in und um Europa. Sachsen ist mittendrin. Viele Menschen fragen sich nach den Gründen für die politische Unruhe im Land. Sie möchten die gegenwärtigen Entwicklungen in Sachsen, Deutschland und Europa besser einordnen können. Europa streitet sich nicht nur übers Geld, sondern fällt derzeit vor allem bei den Themen Zuwanderung und nationale Identität auseinander. Aber auch innerdeutsche Konflikte um diese und andere Themen bedürfen der Analyse. Im Zentrum steht dabei Sachsen, das Mutterland der Reformation und der Friedlichen Revolution. 

Antje Hermenau erklärt mit Mutterwitz und weltoffenem Patriotismus die sächsische Seele samt den Missverständnissen und ernsthaften Meinungsverschiedenheiten zwischen Ost- und Westdeutschen, Ost- und West­europäern. Sie wagt Ausblicke in die Zukunft und liefert ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Bürgerverant­wortung. Garantiert unideologisch und ohne Sprachzensur. Ein Buch für Sachsen, vor allem aber auch für Nichtsachsen!

Antje Hermenau, geboren 1964 in Leipzig, ist ausge­bildete Diplomsprachlehrerin und Verwaltungswissenschaftlerin. Sie vertrat die Grünen am Runden Tisch Leipzig und wurde 1990 in den Sächsischen Landtag gewählt. Zehn Jahre Bundestag von 1994 bis 2004 in Bonn und Berlin schlossen sich an. 2004 kehrte sie für weitere zehn Jahre in den Sächsischen Landtag zurück. Seit ihrem Ausstieg aus der Politik im Jahr 2014 ist sie als Publizistin, Beraterin für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik und eigenständige Unternehmerin tätig. Seit 2019 ist sie Landesgeschäftsführerin der Freien Wähler.


Freitag, 29. März um 20 Uhr

Autorenlesung
mit Sven Recker

"Fake Metal Jacket"

Peter Larsen ist Kriegsreporter. Einer von denen, die hingehen, wo es weh tut: dicht dran an Flüchtlingen, Kriegsopfern und Katastrophen, unerschrocken im Gespräch mit Warlords und Schleusern. Mit Bild und Ton, live und online. Nur: Alles ist Fake.
Die syrischen Flüchtlinge sind afghanische Asylbewerber, der Seelenverkäufer ein Fischerboot in Brandenburg, der Rest aus dem Internet zusammengeschnitten – Hauptsache, es entspricht den Erwartungen, dann geht alles durch. Peter Larsen ist feige, und er weiß das, aber seine Masche funktioniert. Selbst schuld, wer das glaubt. Und schließlich steht er ja auf der richtigen Seite, für die Freiheit, gegen den Krieg, gegen Assad – der Zweck heiligt die Mittel.
Als die bildschöne Cousine seines Kumpels und Komplizen Ahmad in Syrien Hilfe braucht, sieht Larsen die Gelegenheit, mit sich ins Reine zu kommen. Doch Leila kann sich keine Moral leisten, sie steht auf der anderen Seite, und Larsen wird erpresst: Entweder berichtet er von nun an zugunsten des Assad-Regimes, oder sein jahrelanger Betrug fliegt auf …

Eine Geschichte, ganz wie aus dem Leben und eigentlich zu schlecht, um wahr zu sein.

Sven Recker, selbst Entwicklungshelfer für den Aufbau unabhängiger Medien in Krisenregionen, hat einen schwarzen Roman über Fake News, korrupte Journalisten und die Leichtgläubigkeit des Publikums geschrieben. Inspiriert von Fällen wie dem des »Fake-Kriegsfotografen« Eduardo Martins schreibt er packend und desillusionierend über die Wahrheit im Zeitalter ihrer technischen Produzierbarkeit.


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Vorschau April 2019 (Auswahl) :


Freitag, 5. April um 20 Uhr

"Zeitenbuch. Seitenweise Politik"

mit Alexander Meschnig
"Deutscher Herbst 2015. Essays zur politischen Entgrenzung"

Die Grenzöffnung im Herbst 2015 war ein tiefer Einschnitt in der deutschen Geschichte. Der Beginn der sogenannten „Flüchtlingskrise“ markiert eine massive Spaltung quer durch Familien und Freundschaften und eine unversöhnliche Polarisierung der politischen Lager. Praktisch alle Parteien, Medien, Kirchen, Künstler und zivilen Organisationen haben sich dabei von Anfang an geschlossen auf die Seite eines moralischen Universalismus gestellt, der jedes partikulare Interesse als nationalistisch, rassistisch oder „rechts“ verortete und seine Protagonisten als „Pack“, „Dunkeldeutschland“ oder „Hetzer“ in das gesellschaftliche Abseits stellte. 

Im Kern bleibt der moralische Universalismus unpolitisch. Denn seine abstrakten Forderungen reflektieren weder seine historischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen, noch die größtenteils irreversiblen Folgen seines eigenen Handelns. Ob die mit der Grenzöffnung bereits angestoßenen Entwicklungen noch eine Umkehr ermöglichen, kann niemand mit Sicherheit vorhersagen. Hauptbedingung für eine politische und vor allem mentale Wende ist aber eine nüchterne Analyse und Darstellung der Gegenwart, die sich an der Wirklichkeit, also an dem, wasist, und nicht an dem, was sein soll, orientiert. Die hier vorliegenden Essays wollen dazu einen Beitrag leisten.

Dr. Alexander Meschnig, geboren 1965 in Dornbirn (Österreich), Studium der Psychologie und Pädagogik in Innsbruck. Promotion im Fach Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zahlreiche Bücher und Aufsätze zu kulturwissenschaftlichen und mentalitätsgeschichtlichen Themen, Kriegs- und Militärgeschichte. Stammautor des politischen Blogs Achse des Guten. Veröffentlichungen (Auswahl): Arbeit als Lebensstil, Edition Suhrkamp 2003 (Hrsg.); Wunschlos unglücklich, Europäische Verlagsanstalt 2005 (gem. mit M. Stuhr); Der Wille zur Bewegung. Militärischer Traum und totalitäres Programm, Transcript Verlag 2008; Uns kriegt ihr nicht. Jüdische Überlebende erzählen, Piper Verlag 2013 (gem. mit T. Hüttl), Siegen oder vom Verlust der Selbstbehauptung (gem. mit P. Amoghli)

8/ 6 Euro

 


Freitag, 12. April um 20 Uhr

Bildvortrag
mit Friedrich Dieckmann 

"Max Slevogts Randzeichnungen zu Mozarts Zauberflöte"

Die "Zauberflöte" kann für das Hauptwerk der deutschen Oper gelten; von ihrer Wiener Premiere im September 1791 an hat sie eine bis heute unversiegliche Wirkkraft entfaltet. Daran hat Mozart entscheidenden und sein Textdichter Schikaneder grundlegenden Anteil; was beiden gelang, war ein Werk, das in seiner ungeglätteten Balance aus Scherz und Ernst, Gesang und Sprache, Liebe und Politik, Frauenanspruch und Männerherrschaft, Naturrecht und Pädagogik eine Hauptstelle dessen besetzt, was wir als Weltkultur bezeichnen. Mit Zeichnungen aller Art hat das Werk bald auch die bildende Kunst in seinen Bann gezogen, die umfassendste graphische Huldigung aber, die ihm jemals zuteil wurde, stammt von Max Slevogt, dem großen deutschen Maler, der zugleich ein Zeichner von überbordender Phantasie und unerschöpflicher Illustrationslust war. Hundert Jahre nach der Entstehung dieses einzigartigen graphischen Großwerks wird dies vom Strieffler Haus der Künste e. V. in einer von Friedrich Dieckmann umfassend kommentierten Neuausgabe vorgelegt.

Friedrich Dieckmann wurde 1937 in Landsberg/Warte geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Physik arbeitete er von 1972 bis 1976 als Dramaturg am Berliner Ensemble. Er hat Bücher über Franz Schubert, Richard Wagner, Bertolt Brecht und Karl von Appen veröffentlicht sowie vier Essaybände über den Prozess der deutschen Vereinigung. Friedrich Dieckmann ist Träger des Heinrich-Mann- und des Johann-Heinrich-Merck-Preises und Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, Dresden und Leipzig sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Heute lebt er als Schriftsteller und Publizist in Berlin.

8/ 6 Euro


Montag, 15. April um 20 Uhr

"Ausgelesen und Benotet"

Rhetorik trifft Literatur - Spielfreude auf Perfektion!

Die Buchhändlerin Susanne Dagen und der Geiger Florian Mayer präsentieren in Wort und Musik ihre Lieblingsbücher des Frühjahrs 2018.  


Sonnabend, 20. April 10-14 Uhr

Ostermarkt vorm BuchHaus

Wilde EierEi: gebacken, geklöppelt, bemalt und auch trinkbar -
der fröhliche Einstieg ins Osterwochenende! 


Montag, 29. April um 20 Uhr

"Mayer trifft ... Agnes S. Weiland"

Und eine weitere hohe Stimmlage zu Gast bei Florian Mayer - diesmal ist es die Sopranistin Agnes Selma Weiland. Ein Dresdner Eigengewächs mit dem Drang nach draußen. Dies dokumentieren ihre Studien in ihrer Heimatstadt, dann jedoch folgend Leipzig, Berlin und Rom. In zielstrebiger und ausdauernder Weise hat sie sich ihren eigenen Weg in der weiten Gesangswelt erobert. Saison für Saison bereicherten Projekte und Engagements ihre Laufbahn, von denen lediglich die Häuser in Bremen, Lyon, Bonn und Basel genannt seien, wie auch die Namen Mozart, Verdi, Wagner sowie das moderne Repertoire und Uraufführungen wichtige Bausteine ihres künstlerischen Betätigungsfeldes kennzeichnen sollen. Florian Mayer wird mit ihr über Wurzeln und das Unterwegssein ins Gespräch kommen und natürlich auch musikalisch agieren. Dies übrigens mit geschätzter Unterstützung von Adriana Mladenova am Klavier.

14/10 Euro








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KulturHaus Loschwitz
die unabhängige Bühne für Literatur, Musik und politische Publizistik


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Die vorbestellten Karten bitte bis 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn abholen.
Für interessierte Schüler bieten wir eine übertragbare Schülerkarte
für zehn Veranstaltungen freier Wahl zum Preis von 40 Euro an.





https://www.youtube.com/watch?v=kQQZZkJ1SOE

© BuchHaus Loschwitz | Susanne Dagen + Michael Bormann OHG | 2018