Veranstaltungen Januar 2016

Montag, 18. Januar um 20 Uhr

„Mayer trifft … Tom Pauls“

Typisch sächsische Originale gibt es einige. Doch der Schauspieler Tom Pauls hat diesem Begriff eine ganz neue Dimension verliehen. Dabei ist seine berühmte Figur Ilse Bähnert nur das Vehikel für wesentlich Tiefgreifenderes und Tiefschürfenderes - für die nie versiegende Leidenschaft des Theatermannes als Darsteller, Ideengeber und Bühnengründer, den Verteidiger und Verfechter des sächsischen Dialekts, den nimmermüden Rezitator. Für einen, der dem Volk mal liebenswürdig, mal derb, aber immer respektvoll aufs Maul schaut und sich aufs Maul schauen lässt. Einer, bei dem sich Melancholie und Komik auf Augenhöhe begegnen und in dem sich das Publikum mit einer Träne im Knopfloch ausgelassen wiedererkennen darf. Florian Mayer und Tom Pauls kennen sich seit reichlich dreißig Jahren. Auf diese Art und Weise sind sie sich allerdings noch nie begegnet.

Eintritt: 14/10 €


Mittwoch, 20. Januar um 20 Uhr 

Autorenlesung mit Michael Wüstefeld „Fünfkirchen fünf vor zwölf. Ein Pécs-Tagebuch“ 

Herbst 2012. Zwei Monate hält sich der Dresdner Schriftsteller Michael Wüstefeld im südungarischen Pécs/Fünfkirchen auf. Die festgehaltenen Tagesnotizen weiten sich zu einem Reise- und Arbeitstagebuch aus. Es zeigt den Autor unverstellt, offenbart tägliche und alltägliche Verrichtungen, Gedanken, Beobachtungen, reflektiert Begegnungen mit Personen und Landschaften sowie die persönliche Autorensituation. Nicht selten münden die Notizen in melancholische Spätsommerverse, die um ungarische Eigenheiten und dichterische Vergeblichkeit kreisen.

Eintritt: 8/6 €


Mittwoch, 27. Januar um 20 Uhr

Auftaktveranstaltung zur Lese- und Gesprächsreihe „ZeitenBuch. Seitenweise Politik“ 

mit Sebastian Hennig 

Mit seinem Buch „PEGIDA. Spaziergänge über den Horizont. Eine Chronik“ eröffnet Hennig den Reigen streitbarer Autoren und Publizisten, die sich mit ihren aktuellen Buchbeiträgen in den Diskurs zur Zeitgeschichte einmischen. Sebastian Hennig selbst bezeichnet seine Publikation zu PEGIDA als einen Augenzeugenbericht des sich im Hintergrund haltenden Beobachters zu allen Abendspaziergängen und diversen Diskussionsveranstaltungen. 

„Nicht zu empfehlen ist die Lektüre des Buches aber allen, die sich ihr Feindbild von Pegidianern als allesamt Rassisten und Nazis, Ratten und Mischpoke, sich immer weiter radikalisierendem Abschaum mit Kälte und Hass im Herzen aufrechterhalten wollen – sei es aus mangelnder Neugier, sei es wegen unzulänglichen Informationszugangs, sei es als unversiegbare Quelle von Abwehrmotivation.“
(Prof. Werner J. Patzelt)

Sebastian Hennig, 1972 in Leipzig geboren,  schloß 1998 ein Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden ab. Neben seiner freiberuflichen Tätigkeit als bildender Künstler verfasst er zahlreiche Beiträge in überregionalen Zeitungen, Zeitschriften und im Hörfunk. Er lebt in Radebeul. 

Moderation und Gespräch: Susanne Dagen 

Der Abend wird vom Pianisten und Komponisten Kemal Cem Yilmaz am Flügel musikalisch umrahmt. 

Eintritt: 8/6 € 

Veranstaltungen März 2016

Donnerstag, 03. März um 20 Uhr im Ortsamt Loschwitz

Autorenlesung mit Sigrid Damm „Sommerregen der Liebe – Goethe und Frau von Stein“

Goethes Briefe an Charlotte von Stein gehören zu den schönsten Liebeszeugnissen der Weltliteratur – und sie sind intime Dokumente über Goethes erstes Jahrzehnt in Weimar, über das er sich lebenslang in Schweigen gehüllt hat.
Rückhaltlos vertraut er der Geliebten alle seine Zweifel und Ängste an, berichtet von Erfolgen und Niederlagen sowohl seiner künstlerischen als auch seiner gesellschaftspolitischen Arbeit am Weimarer Fürstentum. Vor allem aber erzählen diese Briefe von seiner Leidenschaft für die unerreichbare Frau. 
Sigrid Damm hat die weit über tausend Briefe neu gelesen und wie stets akribisch recherchiert. Entstanden ist ein einzigartiges, umfassendes Porträt des jungen Goethe im Alter zwischen sechsundzwanzig und sechsunddreißig. Sigrid Damm leuchtet die Hintergründe dieser ungewöhnlichen Liebe zu der sieben Jahre älteren Frau aus. Sie erzählt von ihren hochfliegenden Illusionen, der zauberhaften Intimität, von Alltagsnähe, Heiterkeit, ihren Spannungen, Beglückungen und den Ursachen des letztlich tragischen Scheiterns.

»Mit diesem feinsinnigen Portrait des jungen Goethe kann Sigrid Damm nicht nur das Innenleben des Dichters präzise nachzeichnen, sondern auch die Gedankenwelt seiner Geliebten Charlotte von Stein spiegeln und ihr endlich die notwendige Farbe geben ... «

(Deutschlandradio Kultur)

Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der Goethe-Gesellschaft Dresden

Eintritt: 12/10 €


Mittwoch, 09. März um 20 Uhr

Autorenlesung mit Norbert Gstrein „In der freien Welt“

Der deutschsprachige Roman über Israel und Palästina – gedankenklar, virtuos, aufrüttelnd.

John, amerikanischer Jude und ehemaliger Freiwilliger der israelischen Armee, wird in San Francisco auf offener Straße niedergestochen. Wer war John? Diese Frage stellt sich dem österreichischen Autor Hugo, der um seinen Freund trauert. Auf den Spuren Johns reist er nach Kalifornien, wo sich die beiden vor einem halben Leben kennengelernt haben, und dann nach Israel. Dort findet er sich im jüngsten Gaza-Krieg auf beiden Seiten des Konflikts wieder. In der freien Welt“ wagt nun die Frage nach unserem heutigen Blick auf jüdische Identität, auf das Fortwirken deutscher Geschichte und die Politik Israels.

Mit freundlicher Unterstützung des Hanser Verlags

Eintritt: 8/6 €


Freitag, 11. März um 20 Uhr

Autorenlesung mit Brigitte Schubert-Oustry 

„Achtung Aufnahme Band läuft. Eine Journalistin erinnert sich“

Über die Musik zum geschriebenen Wort, vom Klavierstudium zu Radio und Mikrofon – mehr als 30 Jahre Journalismus, die längste Zeit davon als Auslandskorrespondentin für deutschsprachige Sender in Paris verbracht: Brigitte Schubert-Oustry erzählt aus ihren reichen Erinnerungen, voll pittoresker Ereignisse, faszinierenden Begegnungen und Gesprächen mit großen Persönlichkeiten.

Dabei wird besonders das deutsch-französische Verhältnis beleuchtet, und so manche Tür öffnet sich, die man bislang verschlossen glaubte.Dieses Buch ist nicht nur eine Liebeserklärung an Frankreich, sondern vor allem auch ein Dank an all die Menschen im Rundfunk, die der Autorin mitgeholfen haben, ihr Metier zu erlernen und zu lieben, das für sie zu den interessantesten der Welt zählt.

Eintritt: 8/6 €


Mittwoch, 16. März um 20 Uhr

Autorenlesung mit Durs Grünbein „Die Jahre im Zoo“

In einem Buch voller Geschichten, Verse und seltener Photographien zeigt sich Durs Grünbein von der autobiographischen Seite. Doch greift er weiter zurück, dorthin, wo das 20. Jahrhundert in frühen Konturen sichtbar wird. Von Hellerau, der Gartenstadt am Rande Dresdens, strahlt damals ein Lebensreformprogramm weit über die Grenzen eines Vororts hinaus: Sie wird Station für Kafka, Rilke, Benn und viele andere. Für Grünbein wird sie zum Ausgangspunkt, zu einer Stätte von prägender Kraft für den eigenen Lebensweg.
Von hier aus geht es weiter hinein in das Jahrhundert: Die Schicksale der Vorfahren väter- und mütterlicherseits, doch nicht weniger das ihm überlieferte Trauma der Zerstörung Dresdens sind schon Erzählungen, die tief in den Kreis seiner eigenen Erfahrungen eindringen. Über das atmosphärisch dichte Erlebnis der heimatlichen Brachen und der russischen Besatzung öffnet sich dann aber, in dieser äußersten Ecke des östlichen Deutschlands, ein konkreter Raum des Erinnerns:

Und so entsteht das Bild seiner Kindheit – am Rand der Geschichte in den langen Sommern des Kalten Krieges.
Freundschaften und frühes Leid, schulische Erfahrungen und erste Lektüren, Lieblingsspielzeuge, (Berufs-)Träume, Phantasien und Phantasmen entfalten sich in einem farbenreichen Kaleidoskop aus autobiographischer Prosa, Poemen, Reflexionen und, nicht zuletzt, vielen Funden aus der reichen Bildersammlung des Dichters.

Mit freundlicher Unterstützung des Suhrkamp Verlages

Eintritt: 8/6 € 


Mittwoch, 23. März um 20 Uhr

„Ausgelesen und Benotet“

Literatur trifft Musik, Spielfreude auf Rhetorik. Seit Jahren schon geben die Buchhändlerin Susanne Dagen und der Geiger Florian Mayer ihrer gemeinsamen Lese-Leidenschaft Raum und stellen nunmehr eine Auswahl an Neuerscheinungen des Bücherfrühlings vor.

Eintritt: 8/6 €  



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